Kanalübergreifende Geschäftsmodelle

In den Zeiten von Onlinehandel und E-Commerce hat sich die Händler Landschaft in den letzten Jahren sehr stark gewandelt. Gerade die technologischen Entwicklungen, die den Alltag der Menschen teilweise grundlegend verändern, treiben digitale Trends wie “mobiles Shopping” immer weiter an. Zeitgleich entwickelten sich dazu für Unternehmen Begriffe wie “Omnichannel”. Solche Begriffe helfen Kunden als auch Händler selbst, Ihr Geschäft als auch Vertriebsstrategie innerhalb des Onlinehandels einzuordnen und zu benennen.

Mit den Begriffen “Multichannel” und “Crosschannel” existieren zwei weitere Begriffe, die kanalübergreifende Geschäftsmodelle beschreiben. Oft ist jedoch nicht direkt erkennbar was der genaue Unterschied sein soll. Über das Ausmaß der Integration der Kanäle kann jedoch eine klare Unterscheidung aufgedeckt werden. Gerne stellen wir diese Geschäftsmodelle für Sie vor und geben Ihnen eine Übersicht.

Multichannel

Multichannel” (Engl. für “Mehrkanal”) beschreibt im Grunde eine Bereitstellung unterschiedlicher Vertriebs- und Kommunikationskanäle und ist die simpelste Form der Integration. Die Kanäle können dabei unabhängig voneinander organisiert sein und verwendet werden. In der Praxis wird der Begriff häufig mit dem Verweis auf E-Commerce genutzt und insbesondere mit der Nutzung von mobilen Endgeräten mit M-Commerce (Mobile-Commerce).

Cross-Channel

Cross-Channel” (Engl. für “Kreuzkanalität”) beschreibt ähnlich wie Multichannel eine Bereitstellung verschiedener Vertriebs- und Kommunikationskanäle. Im Gegensatz zu Multichannel sollen beim Cross-Channel jedoch die unterschiedlichen Kanäle nicht unabhängig voneinander genutzt werden, sondern aktiv aufeinander abgestimmt werden. Das bedeutet, dass ein Austausch zwischen den Kanälen aufgebaut wird und so weitere Geschäftsmodelle ermöglicht. Dadurch entstehen weitere Geschäftsmodelle wie “Click&Collect”. Dabei wird die Ware online eingekauft und später im Laden bzw. Geschäft abgeholt.

Omnichannel

„Omnis“ (das lateinische Wort für „jede“/„alle“) bezeichnet bei „Omnichannel“ die Integration aller digitalen Kanäle (online) und physischen Kanäle (offline). Der Begriff beschreibt daher eine gleichzeitige Nutzung von zwei oder mehreren Vertriebskanälen und soll damit ein einheitliches und nahtloses Kundenerlebnis bieten.

Dabei wird nicht nur das Einkaufserlebnis mit einbezogen, sondern ebenfalls die Recherche vor dem Kauf. Verschiedene Kanäle die dabei vom Kunden genutzt werden, könnten sein: Eigener Onlineshop, Online-Marktplätze / Plattformen (wie eBay, Otto.de oder Amazon), Käufe über Apps und mobile Geräte, Kauf über das Telefon oder klassisch das eigene physische Einzelhandelsgeschäft. Das Ziel ist dabei dem Kunden eine geräteübergreifende Nutzung zu ermöglichen und immer und überall bequem erreichbar zu sein. In der Regel ist es für Händler immer ratsam eine Vielzahl an umsatzstarken Vertriebskanälen aufzubauen, die sich gegenseitig unterstützen.

Praxisbeispiele

Viele bekannte und große Unternehmen machen bereits Gebrauch von Multichannel, Cross-Channel und Omnichannel Strategien. Wir möchten Ihnen hier Beispiele von gelungenen Umsetzungen geben.

Notesbooksbilliger.de

Der Computer-Versender, welcher womöglich noch aus einigen TV-Werbungen bekannt ist, strebt eine Multichannel und Cross-Channel Strategie an.

Ursprünglich ein Online-Handelsunternehmen, betreibt dieses seit 2010 ein eigenes Ladengeschäft in München, ganz im Sinne des Multichannel. Zudem ist das Angebot online und offline so abgestimmt, dass man problemlos online einkaufen und die Produkte vor Ort abholen oder zurückgeben kann.

Obi

Der allseits bekannte Baumarkt “Obi” nutzt einen Onlineshop als auch weiterhin stationäre Ladengeschäfte und verfolgt damit die Omnichannel Strategie immer und überall bequem erreichbar zu sein. Dennoch werden online Besucher inspiriert das Geschäft vor Ort aufzusuchen und bietet daher viele Möglichkeiten im Bereich der Produktrecherche an. Das Credo dahinter: Schnell und einfach alle relevanten Daten finden, Haptik und persönliche Beratung für den Kauf dann vor Ort.

Die optimale Strategie

Natürlich kommt es immer darauf an was für ein Unternehmen man betreibt, wie groß das Geschäft ist und welche Strategie man verfolgt. Dabei sollte man für sich selbst im Vorfeld unterscheiden zu welcher Gruppe man gehört. Ist man ein kleiner Shopbetreiber, ein E-Commerce Veteran oder kompletter Anfänger, der mit seinen Waren endlich online gehen möchte. Je nach Szenario ist ein weiterer Kanal mit Abgleich der Daten ein erheblicher Mehraufwand, der up-to-date gehalten werden muss. Jedoch existieren immer mehr leistungsstarke und moderne Shopsoftware-Lösungen, die bestens dazu ausgestattet ist. Beispielsweise ist der Zugang zu großen Marktplätzen wie eBay oder Amazon dank sog. Listing Systemen erheblich erleichtert (mehr zu Listing Systemen hier). Durch diese lassen sich beispielsweise Artikelbeschreibungen mit sog. eBay Templates (mehr dazu hier) einheitlich festlegen und ermöglichen somit eine zeitgleiche Bearbeitung aller Produkte ohne Mehraufwand.

Um unsere Templates für einen solchen eBay Auftritt zu entdecken klicken Sie bitte hier.

Um mehr Artikel zum Thema eBay zu finden klicken Sie bitte hier.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen