Durch Shopsysteme zum eigenen Webshop

Für die meisten Onlinehändler ist der eigene Webshop das Herzstück des Unternehmens. Vielleicht erzielt der Shop nicht die gleichen Umsätze wie andere Kanäle – schließlich erreicht man auf Marktplätzen wie Amazon und eBay eine unglaubliche Anzahl an Kunden. Jedoch ist man im eigenen Webshop Herr im Haus, kann seine Produkte frei präsentieren, muss keine Regeln beachten und bezahlt keine Markplatzprovision. Daher ist es wichtig aus der Auswahl großer Shopsysteme, das passende System zu finden.

Daher möchten wir in diesem Blogbeitrag einige der populärsten Shopsysteme für professionelle Onlinehändler vorstellen. Dabei liegt der Fokus auf Systemen mit denen ein Händler sein Geschäft starten und auch weiter wachsen kann. Für Anfänger und Gelegenheitsverkäufer werfen wir in einem anderen Blogartikel einen Blick auf einsteigerfreundliche Systeme. Zusätzlich verzichten wir auf eine Betrachtung von Systemen wie z.B. Oxid, die insbesondere für große Unternehmen gedacht sind. Auch Shop Erweiterungen für eigentlich nicht als Shop gedachte Systeme wie z.B. wpShopGermany oder WooCommerce blenden wir in dieser Übersicht aus.

Für alle folgenden Shops gilt: Basics wie z.B. CMSresponsives Design und Anbindung von Plugins sind entweder integriert oder einfach umsetzbar. Daher gehen wir insbesondere auf die einzigartigen Besonderheiten der unterschiedlichen Systeme ein.

Shopware

Website: de.shopware.com

Nutzerbeispiele: Euronics, BVB Fanshop, Haribo uvm.

Wir steigen direkt mit einem deutschen Anbieter ein: die Shopware AG aus Schöppingen bietet ein flexibles Shopsystem, das unter anderem mit einem responsiven Standardshop, einem eingebauten ERP-System sowie einem modernen Backend besticht. Darüber hinaus hat die Firma eine große Community aus Kunden und Partnern aufgebaut. Diese ist jederzeit ansprechbar und bietet auf dem hauseigenen Marktplatz eine große Zahl an Plugins und Erweiterungen für den Webshop an.

Als deutscher Anbieter bietet Shopware in rechtlichen Belangen natürlich einige Vorteile gegenüber internationalen Anbietern. Während bei anderen Shopsystemen Impressum, Datenschutzerklärung und rechtskonformer Checkout oft kompliziert nachgerüstet werden müssen, hat man mit einem Shopware Shop den großen Vorteil, dass direkt Lösungen für alle wichtigen rechtlichen Belange eingebaut sind.

Beim Pricing hat sich Shopware für ein Dual-License-Modell entschieden. Zunächst gibt es eine kostenlosene Community-Edition, die alle wichtigen Funktionen für einen modernen Onlineshop mitbringt. Sobald man mehr Funktionen oder eine intensivere Betreuung durch die Shopware AG wünscht macht es Sinn auf die kostenpflichtige Enterprise- oder Professional Edition zu wechseln. Das Schöne dabei: der Editionswechsel erfolgt fließend am laufenden System und es kommt keine weitere Arbeit auf den Händler zu.

Magento 2

Website: magento.com

Nutzerbeispiele: Fraport, Hallhuber

Magento bietet eines der umfangreichsten Webshop-Systeme am Markt und selbst für stark individualisierte Shops von Großunternehmen geeignet. Mit einem Magento Shop ist man auf alle Eventualitäten vorbereitet und kann sich auch bei starkem Wachstum auf die Infrastruktur verlassen.

Der große Umfang von Magento bringt aber auch Nachteile mit sich. So sind Installation und Setup recht kompliziert. Ohne große IT Kompetenzen im eigenen Haus sollte man sich dringend Hilfe durch eine professionelle Agentur holen. Außerdem benötigt Magento starke Server um optimal zu laufen.

Magento muss als internationales Produkt mit Hilfe von Plugins auf den deutschen Markt angepasst werden. Diese sind allerdings in unterschiedlichen Versionen und für alle denkbaren Situationen vorhanden.

Auch Magento bietet eine kostenlose Community Version und eine kostenpflichte Enterprise Version an.

JTL Shop

Website: jtl-software.de

Nutzerbeispiele: Click-Licht, DruckerPatronenExpress

JTL ist historisch betrachtet eigentlich Anbieter eines deutschen Warenwirtschaftssystems. Durch den andauernden Erfolg ergänzte die Firma aus Hückelhoven Ihre WaWi um viele praktische Module. Eines dieser Module ist der JTL Shop.

Durch die praktische Anbindung an die JTL WaWi bietet der JTL Shop eine großflächige Automatisierung der Kaufabwicklung. Mit dem Modul “JTL EazyAuction” wird aus der Warenwirtschaft auch ein vollwertiges Multi-Channel System, mit dem man eBay und Amazon bespielen kann.

Der JTL Shop ist für bis zu 500 Produkte kostenlos. Voraussetzung ist, dass man auch die JTL WaWi nutzt, die ebenfalls kostenlos zu installieren ist. Die kostenpflichtigen Versionen heben diese Limitierung auf und bieten insbesondere mehr Service.

Plentymarkets

Website: plentymarkets.eu

Nutzerbeispiele: Edeka Lebensmittel, Stabilo

Im Kern ist Plentymarkets eigentlich ein online ERP-System mit dem man auf einfachem Wege zum Multi-Channel Anbieter wird. Neben der Möglichkeit seine Produkte auf über 40 angebundenen Marktplätzen zu verkaufen bietet Plentymarkets aber eben auch einen eigenen Onlineshop an.

Da es sich bei Plentymarkets um ein Multi-Channel System handelt ist direkt ein eigenes Warenwirtschaftssystem enthalten. Darüber hinaus sind Zahlungs- und Dienstleistungsanbieter zur Auftragsabwicklung direkt in das System integriert. Als Sahnehäubchen wartet Plentymarkets sogar mit einem eingebauten CRM Modul auf.

Bezahlt wird Plentymarkets primär durch eine Provision, die sich nach der Auftragszahl richtet, die im System abgewickelt wird. Die Basisversion “Plentymarkets ZERO” kommt dabei ohne Monatsbeitrag aus. Für Händler mit vielen Aufträgen lohnt sich die Version “Plentymarkets CLASSIC”. Mit dieser bezahlt man zwar eine monatliche Gebühr, aber die Provison fällt pro Auftrag geringer aus.

Prestashop

Website: prestashop.com/de

Nutzerbeispiele: McDonalds Frankreich, Notoria

Prestashop ist ein international erfolgreicher Webshop-Anbieter aus unserem Nachbarland Frankreich. Das Besondere daran: Obwohl Prestashop aus dem Ausland kommt ist es bereits in der Ursprungsversion auf die rechtlichen Anforderungen in Deutschland vorbereitet.

Prestashop gibt es nur in der kostenlosen Variante. Das Unternehmen verdient sein Geld durch kostenpflichtigen Support und eine Beteiligung an den Umsätzen von Plugins und Themes.

Fazit

Es gibt viele unterschiedliche Anbieter für Shopsysteme. Alle haben Ihre kleine Eigenheiten, Vor- und Nachteile. Eine pauschale Empfehlung ist leider nicht möglich. Aber wenn Sie Hilfe, Tipps, ein Theme oder Plugin für Ihren Shop benötigen, dann sprechen Sie uns jederzeit gerne an – denn Pixelsafari unterstützt alle der hier aufgelisteten Systeme.

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